Umrundung des Monte Rosa-Massivs

Datum/Zeit
Datum - 17/07/2021 - 25/07/2021
Ganztägig

Guide / Tourenleiter: Andreas Derheld

Veranstaltungsort Visp


Fünf Tage, sechs Pässe und knapp 10000 Höhenmeter Abfahrtsspaß: Die Umrundung des Monte-Rosa-Massivs ist eine hochalpine Enduro-Tour mit anspruchsvollen Trails und unvergleichlichem Panorama.

Das Schönste an der Monte Rosa-Umrundung ist, dass man das berühmte und nach dem Mont Blanc auch zweithöchste Massiv der Alpen nie aus den Augen verliert. Jeden Tag erkurbelt man sich eine neue Aussicht auf diesen Gletschergiganten. Der Einsatz ist jedoch hoch: Kurz nach dem Start in Saas Grund wartet die erste lange Tragepassage zum Monte Moro Pass hinauf. Auch am nächsten Tag durchs Quarazza-Tag fragt man sich, warum man das Bike eigentlich dabei hat. Wäre da nicht diese spektakuläre Landschaft und diese kunstvoll angelegten Walserwege – man könnte verzweifeln. Doch spätestens in Alagna sind all diese Strapazen vergessen. Von hier an helfen Lifte bergauf und die Trails wickeln sich so herrlich die Bergflanken hinunter, dass man als fortgeschrittener Fahrtechniker sein Glück kaum fassen kann. Und es gibt noch eine Steigerung der Dramaturgie: Am letzten Tag kämpft man sich die letzte große Anstieg zu Theodulhütte (3340 m) hinauf, erlebt dabei das Panorama auf die vergletscherte Prachtseite des Monte Rosa-Massivs und das Matterhorn, um schließlich am letzten Tag frühmorgens über den Gletscher nach Zermatt hinunter zu surfen. Insgesamt: 120 Kilometer

Tag 01:

Heute reisen wir mit der Bahn nach Visp, welches wir nach gut 8h Zugfahrt erreichen. Um nach dem langen Sitzen endlich wieder Blut in die Beine zu pumpen fahren wir noch aus eigener Kraft von Visp nach Stalden.

Tag 02:

Heute fahren wir uns in der Welt der hochalpinen Trails. Um die beeindruckende Landschaft auf uns wirken zu lassen, fahren wir heute nur eine kleine Tagesetappe. Von Stalden aus geht es gemütlich mit der Seilbahn hinauf nach Gspon. Dort starten wir auf dem Höhenweg in Richtung Saas-Almagell. Auf dem Höhenweg werden wir schon mit den Tücken hochalpiner Trails konfrontiert und müssen über längere Streckenabschnitte das Bike schieben.

Etappe: 20,4 km / Anstieg: 600 m / Abfahrt: 810 m

Tag 03:

Schon kurz nach Saas-Almagell werden wir aus dem Sattel gezwungen und müssen das Bike gute 2 Stunden tragen ehe wir den Passo Moro erreichen. Den Pass schon im Blick müssen wir uns über diesen Pass kämpfen. Der Übergang ist plattig und teilweise mit Trittstufen versehen. Erst mit dem Erreichen des Rifugio Gaspare Oberto nehmen sich die Schwierigkeiten ab. Dennoch müssen auf dem Weg und weiter ins Tal immer wieder Abschnitte schieben. Der Weg ist verblockt und anspruchsvoll zu fahren! Je weiter wir aber ins Tal kommen, desto besser wird der Weg und schließlich können wir jeden Meter genießen. Mit der Ankunft in Macugnaga geht dieser Tag zu Ende.

Etappe: 21,5 km / Anstieg: 1 200 Hm (davon 600 Hm tragen) / Abfahrt: 1 560 m

Tag 04:

Von Macugnaga aus geht es  auf einer stetig schlechter werdenden Straße zur Alpe Prelobia di Sopra. Mit dicken Beinen erreichen wir die Alpe Schena, wenn wir uns die vielen Kehren hochquälen. Aber auch wer schiebt, wird diesen Teil des Anstiegs schwitzend erleben. Am Bivacco Emiliano Lanti haben wir einen Großteil des Anstiegs hinter uns. Die letzten Höhenmeter hinauf zum Passo Turlo sind allerdings nur zu Fuß zu erreichen. Mit dem Überschreiten des Passes beginnt auch der Spaß, denn im Gegensatz zum gestrigen Tag ist diese Abfahrt vom Pass aus fahrbar! Die letzten Meter nach Alagna Valesia rollen auf Teer.

Etappe: 25,7 km / Anstieg: 1 460 m (davon 500 Hm tragen) / Abfahrt: 1 590 m

Tag 05:

Der Tag heute beginnt nach einem gemütlichen Frühstück mit der Seilbahnauffahrt hinauf zum Passo di Salati. Von dort aus starten wir eine Trail-Abfahrt unterhalb einer Kette von 4000er Gipfeln. Nachdem wir Stafal erreicht haben, geht es wieder bergauf. Eventuell können wir auch diese Auffahrt mit der Seilbhan machen und müssen nicht den langen Anstieg aus eigener Kraft zurücklegen. Wie auch immer – nach dem Erreichen des Colle Della Bettaforca geht es zur zweiten großen Abfahrt des Tages. Wieder auf hochalpinen Trails geht es hinunter nach Saitn-Jaques-des-Allemands. Nach so vielen Kilometern bremsen ist die Teerstraße nach Champoluc ein Genuß.

Etappe: 25,0 km / Anstieg: 870 m / Abfahrt: 2 250 m

Tag 06:

Auf einer alten Wirtschaftsstraße geht es heute bergauf. Die Straße ist einigermaßen von gleicher Steilheit hinauf zum Rifugio Grand Tournalin. Dort endet sie leider und die letzten Meter sind dann wieder ein bergaufführender Trail bis zum Col Di Nana. Hier beginnt eine schier endlose Trailabfahrt nach Chaloz di Sotto. Um sich nicht die Straße mit den Autos zu teilen, fahren  wir nur ein kurzes Stück auf ihr. Dann nehmen wir den Lift, welcher uns hoch oberhalb des Tals langsam fallend bis nach Breuil-Cervinia bringt. Die letzte Abfahrt des Tages in den Ort geht dann über die Bikepark-Piste.

Etappe: 31,2 km / Anstieg: 1 460 m / Abfahrt: 1 670 m

Tag 07:

Heute „ruhen“ wir uns im Bikepark aus und fahren ein paar der örtlichen Trails. Am frühen Nachmittag aus machen wir uns dann von der Bergstation Cime Bianchi aus auf zum Theodulopass. Der Pass ist fast 3300 m hoch und die Strecke hinauf nicht die Beste – Schieben ist hier die bessere (kraftsparendere) Option. Den Rest des Tages verbringen wir auf der Terasse der Theodulo-Hütte mit einem einmaligen Blick auf das Matterhorn.
Da die Seilbahn witterungsabhängig läuft, kann es auch sein, dass wir von der Mittelstation aus zum Pass ansteigen müssen

Etappe: 4,81 km / Anstieg: 490 m / Abfahrt: 0 m

Tag 08:

Heute „fängt der frühe Vogel den Wurm“ und deshalb starten wir schon sehr früh! Über den Theodulogletscher (einem Sommerskigebiet) geht es hinunter in Richtung Zermatt. Nachdem wir den Gletscher hinter uns gebracht haben, kommen die letzten hochalpinen Trails  der Woche unter die Stollen. Mit der Ankunft in Zermatt endet diese Woche dann auch fast. Einen letzten Trail nach Täsch nehmen wir noch mit ehe wir das Bike wieder gegen die Bahn tauschen und nach Visp fahren.

Etappe: 20,9 km / Anstieg: 40 m / Abstieg:  1 900 m

Tag 09:

Heute geht es von Visp aus wieder mit der Bahn zurück nach Hause

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Veröffentlicht17. Juli 2021 von Andreas Derheld in Kategorie "Enduro-Tour